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Freitag, 16. November 2018

Tyson Fury: Erst Pianeta, dann Wilder?

Veröffentlicht : 17.08.2018 16:05:57
Kategorien : Profiboxer // Veranstaltung

Tyson Fury: Erst Pianeta, dann Wilder?

Am 9. Juni gab Tyson Fury nach einer zweieinhalbjährigen Ringabstinenz gespickt mit Skandalen sein Comeback im Boxring. Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister und Klitschko-Bezwinger ließ dem völlig überforderten Sefer Seferi nicht den Hauch einer Chance und meldete sich mit einem technischen KO-Sieg erfolgreich zurück. Am morgigen Samstag steigt der Paradiesvogel des Schwergewichtsboxens nun zum zweiten Comeback-Kampf ins Seilgeviert, trifft in Belfast auf den Gelsenkirchener Francesco Pianeta, der bereits zweimal um die Weltmeisterschaft geboxt hat - und will sich mit einem klaren Erfolg für einen für November anvisierten WM-Kampf gegen den US-amerikanischen WBC-Champion Deontay Wilder empfehlen.

Beim heutigen Wiegen machte Fury deutlich, wie ernst er sein Comeback meint: er stieg mit 117 Kilogramm auf die Waage und sah für seine Verhältnisse beinah austrainiert aus. Leichter war Fury in den letzten fünf Jahren nur gegen Klitschko, während seiner Auszeit wog er zeitweise über 150 Kilogramm. „Pianeta steht mir im Weg“, sagte Fury bei der Pressekonferenz vor dem Kampf am Samstagabend. „Ich werde ihn am Samstag zerstören. Das ist meine Mission. Danach werden wir sehen, was Herr Wilder zu sagen hat.“

Der 32-jährige Amerikaner wird morgen Abend am Ring sitzen und lieferte sich schon beim Wiegen ein hitziges Wortgefecht mit Furys Vater. „Die Geschichte zeigt, dass viele Champions nach einer Pause kein Glück mehr gehabt haben“, so der 30-jährige Fury. "Das wird bei mir anders sein. Und seien wir ehrlich: es ist leicht für mich! Um alle Gürtel zurückzugewinnen, muss ich ja lediglich die beiden Penner Wilder und Joshua besiegen - und die haben beide einen mickrigen Box-IQ. Es sollte für einen tollen Boxer wie mich also kein Problem sein, sie zu besiegen und meine Titel zurückzugewinnen.“

Doch zunächst muss Fury den drei Jahre älteren Pianeta bezwingen. Für viele Experten eine leichte Aufgabe, immerhin verlor der Gelsenkirchener zwei seiner letzten drei Kämpfe überdeutlich und zeigte sich seit seiner KO-Niederlage gegen Ruslan Chagaev vor drei Jahren nur selten in guter Form. Trotzdem ist der Fury-Kampf für den Deutsch-Italiener eine einmalige Chance, nochmal in der Spitze des Schwergewichts anzugreifen. Das weiß auch Fury: „Jeder erwartet von mir, ihn zu besiegen. Ich habe alles zu verlieren, er hat alles zu gewinnen. Ich werde ihn nicht unterschätzen, aber ich bin mir sicher, dass er mich nicht besiegen kann. Ansonsten verneige ich mich vor ihm und küsse seine Füsse. Denn dann ist er tatsächlich der bessere Boxer.“

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